Hilfe für alte Menschen in Uganda e.V.
Hilfe für alte Menschen in Uganda e.V.

Home of the Destitute, Jinja

In Jinja befindet sich „The home of the Destitute“, das erste improvisierte Altenheim von Uganda. Dort leben ungefähr 25 alte und auch behinderte Menschen. Es handelt sich ausschließlich um Menschen die keine Angehörigen mehr haben und nicht mehr in der Lage sind für sich selbst zu sorgen.

 

Einige leben dort bereits seit mehr als 10 Jahren, andere erst seit ein paar Wochen oder Monaten. Häufig werden alte Leute dort von besorgten Priestern oder Polizisten abgegeben um so eine Mindestversorgung sicherzustellen. Manchmal sind es auch die Angehörigen selbst (hauptsächlich bei Behinderten), die sich aus welchen Gründen auch immer nicht um ihre Schützlinge kümmern können und sie in die Obhut des Altenheimes geben.

Einer der drei behinderten Bewohner ist kürzlich verstorben. Die Eltern hatten ihn dort vor 2 Jahren „für einen Tag“ abgegeben und sind nie wiedergekommen Die Leiter des Heimes konnten noch nicht einmal jemanden über den Tod des Mannes informieren.



 

 

Das Ehepaar Peter und Catherine (beide Sozialarbeiter) leiten das Heim seit mittlerweile 30 Jahren und all ihre Kinder sind in dieser besonderen Gemeinschaft mit den Alten und Mittellosen aufgewachsen.





Trotz des hohen Engagements der ganzen Familie ist die Situation nicht einfach. Sie haben zwar ein paar dem projekt zugehörige Einnahmequellen sind aber hauptsächlich auf Spenden angewiesen.

 

Somit fehlt es an allen Enden. Eine pflegerische und medizinische Versorgung is kaum gewährleistet, sanitäre Anlagen sind unzureichend vorhanden und die Ernährung einseitig und unausgewogen (zu jeder Mahlzeit gibt es Maisbrei und Bohnen, manchmal altes Brot vom Bäcker).

 

Verfügbare Kräfte der Mitarbeiter und Gelder werden meist für die minimale Grundversorgung verbraucht und zusätzliche Zuwendungen wie eine psycho-soziale Betreuung oder gar gemeinschaftliche Aktivitäten bleiben meist auf der Strecke.

Um das Projekt ein klein wenig zu unterstützen besuchen jeden Samstag drei Priesteramtskandidaten des Priesterseminars der Afrikamissionare (auch Weiße Väter genannt) unter der Leitung von Father Martin das "Home of the Destitute".

 

Sie verbringen Zeit mit den Bewohnern und den Verantwortlichen, unterhalten sich mit ihnen und laden bei Bedarf zu seelsorglichen Gesprächen und Gebeten ein. Darüber hinaus versuchen sie die alten und behinderten Menschen einzeln oder in der Gruppe zu aktivieren (Sitzgymnastik, Gedächnistraining...) und sie in die Gemeinschaft zu integrieren.

 

Leider sind in diesem Jahr viele der alten Leute verstorben und nicht alle Verbliebenen sind fit genug um an den Aktivierungsangeboten teilzunehmen. Daher teilen sich die drei Priesteramtskandidaten auf um auf die verschiedenen Bedürfnisse der Bewohner einzugehen.

Mit Hilfe einer monatlichen Unterstützung seitens unseres Vereins kaufen die Studenten jeden Samstag Brot, Milch und Zucker und versammeln alle zu einem gemeinsamen Mahl.

 

Zu Ostern haben sie ein kleines gemeinsames Fest organisiert.







Außerdem hat Father Martin mit seiner Truppe Toiletten und "Badenischen" errichtet und die Wasserpumpe wieder zum Laufen gebracht.

 

Nichts desto trotz fehlt es weiterhin an grundsätzlichen Dingen. So wird z.B. immer wieder der Strom abgestellt da die monatlichen Rechnungen nicht immer gezahlt werden können (ca. 50 Euro im Monat). Die Ernährung ist dürftig, essentielle Medikamente und Pflegehilfsmittel oft nicht vorhanden und auch Pflege und Sauberkeit lassen sehr zu wünschen übrig. Es stehen halt leider auch nicht ausreichend Gelder zur Verfügung um kompetente und verantwortungsvolle Mitarbeiter anzustellen.



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