Hilfe für alte Menschen in Uganda e.V.
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Fröhliche Weihnachten

Letzte Woche hat der Orden der Sisters of our Lady of Good Counsel nach sechs Jahren Amtszeit von Sr Romina B Nyemera eine neue Generaloberin und ein neues Beratungsteam gewählt. Neue Generaloberin ist nun Sr. Jacinta Tuhairwe .

 

Sr Bibiana liegt immer noch im Koma. Abgesehen von einigen Harnwegsinfekten geht es ihr unverändert.



 Mukasa, unser erster Patient in der ambulanten Pflege seit Anfang 2009, ist vergangenen Donnerstag nach über einem Jahr Bettlägerigkeit verstorben.In seinen letzten Tagen waren wir oft dort um ihm und seinen Angehörigen beizustehen und für sie zu beten.

 Eine andere Patientin liegt ebenfalls im Sterben, allerdings geht es ihr zurzeit etwas besser.

Vor ca 2 Monaten haben wir eine neue Frau in unsere ambulante Pflege aufgenommen. Sie ist sehr arm und wir haben ihr mit einigen Utensilien ausgeholfen. Es ist bewegend wenn sie die weite Strecke bis zu uns läuft nur um uns mit ein paar Avocados oder Eiern ihre Dankbarkeit zu zeigen.

Sie hat ein "nennen wir es Haus" wo es rein regnet, ein Bett, eine Decke und 2 Matten (alles klamm). Ein Kinderkleid dass ihr bis zum Po reicht und einen Rock. Außerdem einen Pullover mit nur einem Arm. Manchmal bringen Kinder ihr Wasser. Sie zupft Unkraut für andere und bekommt dann etwas zu essen. Wenn sie zu müde zum arbeiten ist - dann gibts halt nichts...

Zur Zeit sind wir damit beschäftig ihr Dach neu mit Grass zu belegen. Wär doch schön wenn sie Weihnachten im Trockenen verbringen kann.

Diese Frau hatte seit mehreren Jahren eine recht große Wunde am rechten Bein (ca 10 X 10 cm). Nach nur ca 6 Wochen ist diese Wunde komplett verheilt. Was eine neue Hoffnung alles bewirken kann!

 

Die Adventszeit hier ist für mich wirklich ganz anders als in Deutschland. Das Wetter ist anders, die Gerüche sind andere, das Essen ist anders (es ist grad Mais- und Kartoffelzeit)und die Klänge / Lieder sind auch nicht so wie von Deutschland her gewohnt.
Für mich hatte Advents und Weihnachtszeit immer auch was Gemütliches. Vertraute Gerüche / Lieder / Dunkelheit / Kälte/ Kerzen usw.  Das vermisse ich etwas.
Auf der anderen Seite erlebe ich in diesen Jahren die Adventszeit auch intensiver. Die fehlende Ablenkung (Shoppingwahn, Radiogedudel, Geschenke besorgen, eine Weihnachtsfeier nach der anderen...)und meine täglichen Gebete führen mich in eine gute Adventsstimmung.


Außerdem habe ich dieses Jahr wieder einen Adventskranz und einen Adventskalender für unsere Community gestaltet. Wir haben auch wieder eine Krippe aufgestellt und wann immer einer von uns das Gefühl hat etwas gut gemacht zu haben, dann legen wir einen Grashalm in diese Krippe. Das wird hier zu einem guten Brauch und die Krippe ist schon gut gefüllt. Ich mag es so sehr, da es für alle eine gute Möglichkeit zur täglichen Reflexion bietet und ein echtes Community Gemeinschaftsgefühl verbreitet.
Und nicht zuletzt bin ich mittlerweile auch mit den lokalen Weihnachtsliedern und Bräuchen vertraut. Und daher fühle ich dieses Jahr beim Mais essen, dem teilweise veränderten Trommelrhythmus und "Ija Christu Ija" singen: es weihnachtet sehr!

Vielen Dank an alle Spender für ihre großzügige finanzielle Unterstützung. Wir haben z.B. Medikamente gekauft, ein kleines Motorrad für die ambulante Pflege, das Altenheim in Jinja unterstützt und Sr Christine angestellt. Das übrige Geld geht zu 60% an die Community und zu 40% an die alten Menschen außerhalb des Konventes. Davon haben wir z.B. unsere stinkenden Plumsklos geschlossen und Wasser Toiletten gebaut, für alle Türen neue Schlösser gekauft (Diebe wurden schon zu vertrauten Dauergästen) und unsere gesamte Community von Ungeziefer aller Art befreit (diese Arbeit vertiefe ich lieber nicht :-)).

Über die sinnvolle Verwendung der Gelder der alten Menschen außerhalb des Konvents haben wir noch nicht abschließend entschieden. Wir planen dass jeder der zu uns gehören möchte einen kleinen Beitrag bezahlt (auch in Naturalien) und wir dann für diese Personen Medikamenten- und Arztkosten übernehmen. Außerdem möchten wir Moskitonetze anschaffen und da unterstützen wo es offensichtlich nötig ist (Dach neu decken oder auch eine Zudecke oder so.)

Das alles ist möglich Dank Euch. Ich wünschte ihr könntet selbst die Entwicklung hier sehen. VIELEN DANK!


Auch dieses Jahr haben wir mit den alten Schwestern wieder Weihnachtskarten gemacht. Leider war es zu spät welche zu verschicken. Daher auf diesem Weg ein Weihnachtsgruß von uns.

Wir haben wunderschöne Weihnachten verbracht. Sowohl mit Stille, Gebet und festlichen Gottesdiensten, als auch mit viel Aufregung, gemeinsamer Vorbereitung, kleinen Geschenken und lecker Essen.

Und auch am 2. Weihnachtstag habe ich es genossen mit lieben Freunden zusammen zu sein. Die Weißen Väter Arnold, Henry, Johannes und Theo haben Annett, Anja und mich wie immer auf ihre herzliche und großzügige Art willkommen geheißen und uns wahrhaft verwöhnt.

 

Dieses Jahr habe ich unserer Weihnachtskrippe noch zwei (Salzteig) Schafe hinzugefügt. Sie sind nun wirklich nicht die schönsten Tiere unter der Sonne - aber dabei sein ist bekanntlich alles. :-)

 

 

 

 

 

Wir wünschen Euch allen

ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest

und Gottes Segen für das Neue Jahr 2012.



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