Hilfe für alte Menschen in Uganda e.V.
Hilfe für alte Menschen in Uganda e.V.

Juli / August / September 2012

Während meiner Zeit in Deutschland war ich wieder mal von dem starken Interesse an unserer Arbeit und der Großzügigkeit der Leute beeindruckt. Es ist wirklich eine großartige Unterstützung – nicht nur finanziell sondern auch für mich persönlich. Und auch die Schwestern hier vor Ort bekommen das Interesse mit und fühlen sich in ihrer Arbeit bestärkt.

 

Also, auch im Namen der Schwestern und all unseren alten Leuten vielen herzlichen Dank all denen die uns in unterschiedlicher Weise unterstützen!!!

 

Hier in Rwengiri nimmt alles mehr oder weniger seinen gewohnten Gang. Auch wenn ich nicht hier bin haben die Schwestern unter der Leitung von Sr. Goretti und Sr. Christin alles im Griff und die Pflege und die verschiedenen Projekte laufen gut.

Bei uns im Konvent haben wir seit einigen Wochen eine neue alte Schwester. Ansonsten ist alles wie gehabt. Sr. Bibiana ist nachwievor im Koma (seit mittlerweile 14 Monaten!) und Sr. Alphonsi lebt weiterhin in ihrer eigenen Welt. Normalerweise ist sie gut gelaunt und sanftmütig - nur wenn ich Hosen trage kann es passieren dass sie denkt ich wär ein Mann und scheucht mich aus dem Zimmer.

 

Ende Juli wurde eine unserer alten Schwestern schwer krank. Sie hatte einen Darmverschluss und wurde von einem Krankenhaus ins nächste verlegt. Ich war die ganze Zeit bei ihr und habe sie in den verschiedenen Krankenhäusern umsorgt. (Hier in Uganda muss immer eine Person mit ins Krankenhaus und den Patienten betreuen und alle pflegerischen Arbeiten übernehmen, incl. Wäsche waschen, Essen vorbereiten…. Die Krankenschwestern hier kommen nur zum Blutdruckmessen und Medikamenten verabreichen.)

Es war eine sehr anstrengende Zeit und die Verhältnisse im Nsambya Krankenhaus in Kampala sind längst nicht so „komfortabel“ wie im Ibanda Krankenhaus.

Jetzt geht es ihr wieder gut, allerdings hat sie einen üblen Spritzenabszess bekommen und ist vor ein paar Tagen daran operiert wurde.



Annett, Anja und Hannah haben mittlerweile ihre Zeit hier in Uganda beendet und sind wieder zurück in Deutschland.

Christoph, der neue Freiwillige, wird erst für 6 Monate in Ibanda leben und dann für weitere 6 Monate nach Kyamuhunga wechseln. Er arbeitet im Ibanda Krankenhaus im OP, im Ambulanzteam und fährt einmal wöchentlich mit in die Dörfer zur ambulanten Altenpflege.

Vor kurzem haben wir einen alten Mann neu in der ambulanten Pflege aufgenommen, er ist ca 70 Jahre alt und kann aufgrund von steifen Knie- und Knöchelgelenken kaum noch laufen. Sein Haus ist total verfallen und wir haben entschieden es gemeinsam mit den Nachbarn und unseren Spendengeldern neu aufzubauen. Sein Sohn hat nie eine weiterführende Schule besucht, wird jetzt aber bei uns im Konvent beschäftigt damit er etwas Geld für sich, seine Schwester und seinen Vater verdienen kann.



Hier in Rwengiri planen wir zur Zeit die Umsetzung von verschiedenen Income-Projekten. So möchten wir gerne mit der Pflanzung einer Obstplantage beginnen. Dieses Projekt hat unterschiedliche Vorteile:

  •  Wir hätten die Möglichkeit die Ernährung der alten Schwestern und unserer alten Leute aus der ambulanten Pflege zu verbessern und den Speiseplan etwas abwechslungsreicher zu gestalten.
  • Außerdem könnten wir einige der Pflanzen auch zu medizinischen Zwecken nutzen.
  • Zusätzlich wäre es sehr gut für das Projekt ein zusätzliches regelmäßiges Einkommen zu haben.

Noch haben wir nicht die finanziellen Mittel das Projekt umzusetzen (Anträge wurden gestellt), aber symbolisch wurde bereits der erste Mangobaum von Bischof Kakubi eingepflanzt. Mehr zum Thema



Die Uganda Hilfe Verl hat einen weiteren Container verschifft der voraussichtlich in einem Monat hier ankommen wird. Die Güter sind für die beiden Krankenhäuser in Ibanda und Kyamuhunga und auch für uns im Old Sisters Home. Thomas hat allerdings schon vor zwei Monaten ein Paket mitgeschickt indem sich für uns eine Kaffeemaschine und 4 Dutzend Pakete Kaffee befanden. Seitdem zieht jeden Morgen der Duft von frisch gekochtem Kaffee durchs Konvent. :-)

In der Nähe von Entebbe, in Ggogonya, befindet sich das Mutterhaus der „Sisters of the Immaculate Heart of Mary Reparatrix Der Orden wurde 1948 gegründet und vor einigen Jahren wurde neben dem Mutterhaus ein Haus für die alten Schwestern erbaut.

Zurzeit leben dort 23 alte pflegebedürftige Schwestern. Sie werden von jungen Ordensschwestern und helfenden Mädchen umsorgt. Verschiedene Pflegehilfsmittel und Kenntnisse in Pflege sind bereits vorhanden und ich wurde von den Schwestern eingeladen ihnen weitere Kenntnisse und Fähigkeiten rund um das Thema Altenpflege zu vermitteln. Besonderes Interesse besteht an aller Art von Aktivierung. Nach einer ersten kurzen Schulung werde ich gegen Ende des Jahres dort erneut einen Kurs geben.



Auch habe ich dieses Jahr wieder an dem „Queen of the Apostels Philosophy Center“ in Jinja unterrichtet. Dieser Kurs richtet sich an zukünftige Priester und Ordensleute. Sinn des Ganzen ist es die Studenten auf die Situation von alten Menschen aufmerksam zu machen und ihnen eine Idee zu vermitteln was es bedeutet alte Menschen zu pflegen. Darüber hinaus sollen sie simple Fähigkeiten erwerben, anwenden und anderen vermitteln können, so z.B. jemanden im Bett zu waschen, Laken zu wechseln, Durchführung von Transfers, Druckgeschwüre zu verhindern und weitere Prophylaxen.



Peter und Chatherine

In Jinja unterstützen wir auch weiterhin das Altenheim „Home of the Destitute“. Ein neues Team von Priesteramtskandidaten ist jetzt für den Dienst an den alten Menschen verantwortlich. Jeden Samstag bringen sie Brot und Milch und versammeln die alten Leute um gemeinsam den Nachmittag zu verbringen. Leider sind in diesem Jahr viele verstorben und nicht alle Verbliebenen sind fit genug um an den Aktivierungsangeboten teilzunehmen. Daher teilen sich die drei auf um auf die verschiedenen Bedürfnisse einzugehen.

Zusätzlich konnten wir von unseren Spendengeldern Medikamente anschaffen.

Durch andere Sponsoren war es möglich die Hälfte der Stromrechnung zu bezahlen. Daher haben sie jetzt wieder Strom - allerdings nur solange die monatliche Rechnung bezahlt wird. Die monatliche Stromrechnung beträgt ca.50 Euro im Monat.



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