Hilfe für alte Menschen in Uganda e.V.
Hilfe für alte Menschen in Uganda e.V.

Einblicke in unseren Arbeitsalltag

Zurzeit leben in den Entwicklungsländern 50% aller alten Menschen –

im Jahr 2020 werden es 75% sein.1

 

In Uganda, einem Land mit geringer sozialer Sicherheit, ist die Versorgung und Betreuung von alten Menschen ein grundlegendes und immer größer werdendes Problem. Es ist offensichtlich, dass die Frage der Versorgung alter Menschen in Uganda in naher Zukunft mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden muss.

 

Daher haben Fr. Alfred und ich mit einem einstündigen Radioprogramm auf „Radio Maria“ begonnen. Wir gestalten regelmäßig ein Programm zum Thema „Alte Menschen“. Das Radio ist in Uganda das Medium Nr. 1 und somit haben wir die Möglichkeit viele Menschen zu erreichen. Neben dem Ziel den Hörern wertvolle Erkenntnisse rund um das Thema Altenpflege und praktische Tipps zu vermitteln ist es uns besonders wichtig die allgemeine Aufmerksamkeit für die Situation und Belange alter Menschen zu schärfen.

 

Mehr Infos zum Thema - Radio Maria



[1] Nicholl, C. /Wilson, K. /Webster S. /Lecture Notes: Elderly Care Medicine. 7th ed., Oxford /UK, 2008. (Übersetzung)

 

May they rest in peace

In den letzten Monaten sind wieder zwei Schwestern verstorben.

 

Sr. Bibiana, die über zwei Jahre im Koma lag ist Anfang September verstorben.

 

Sr. Angela, eine große und kräftige Schwester, die früher Traktor gefahren ist und von der man erzählt dass sie Schlangen tötete indem sie einfach draufgetreten ist, hatte im August einen Schlaganfall. Auch sie lag daraufhin im Koma. Allerdings hat sie manchmal etwas ihren rechten Arm bewegt. Sie verstarb Anfang Oktober verstorben.

 

Mich hat sehr beeindruckt, dass sie mit ihrer rechten Hand weiterhin den Rosenkranz gebetet hat. Oder sagen wir sie lässt den Rosenkranz durch ihre Hand gleiten als ob sie betet. Es ist schwer einschätzen ob sie dies bewusst tut oder ob es sich um eine unbewusste Bewegung handelt die ihre Hand gewohnt ist auszuführen. Wie auch immer – es ist beeindruckend. Wie man lebt so stirbt man – oder wie man hier sagt – ein Baum fällt zu der Seite zu der er gewachsen ist / zu der er sich neigt.

 

Wir vermissen beide Schwestern da wir durch die Pflege und das nächtliche Schlafen in ihren Zimmern sehr viel Kontakt zu ihnen hatten und sie unseren Tagesablauf maßgeblich beeinflusst haben. Aber jetzt dürfen sie in Frieden ruhen.

Projekt in Nyamakukuru

Seit Anfang September bin ich in Nyamakukuru in Rukungiri Distrikt. Hier befindet sich die Gemeinschaft der alten Schwestern der „Daughters of Our Lady of Fatima“.

 

Wir planen hier das gleiche Projekt zu initiieren wie in Ibanda: Eine professionelle Altenpflege für die alten Schwestern und für die alten Menschen in der Gemeinde Burora . Dies beinhaltet das Schulen von Schwestern, Novizinnen, Community Health Workern und Community Vorstehern. Wir haben mittlerweile alle über 70-Jährigen der Gemeinde in ihren Häusern besucht (ca 150 in 15 Untergebieten), sie aufgenommen und erste Beratungen und Schulungen durchgeführt.

Die zuständigen Community Health Worker werden diese alten Frauen und Männer begleiten und beraten. Und einmal im Monat werden alle Alten von den Schwestern besucht werden um weitere Schulungen durchzuführen nach dem „Rechten“ zu sehen und zu beraten. Eine der Schwestern wird immer eine Krankenschwester sein, die wenn nötig auch Medikamente ausgeben kann. Dies ist besonders für die alten Menschen wichtig die nicht in der Lage sind weit zu laufen um die nächste Krankenstation zu erreichen.

 

Das Projekt wird bislang von allen Beteiligten dankbar angenommen und geschätzt. Mehr Informationen finden Sie hier.

 

Laufen, laufen, laufen...

 

Einige der Dörfer sind weit entfernt und wir laufen oft 1-2 Stunden bis wir die Gegend überhaupt erreichen. Und oft sind die Häuser auch innerhalb dieser Gegend weit voneinander entfernt. Tatsächlich waren wir jeden Tag ca. zwischen 6 und 8 Stunden unterwegs was in der Hitze doch ganz schön anstrengend ist.

 

Umsomehr freut uns die Nachricht dass wir nächste Woche unser Motorrad abholen können. Dann werde ich beginnen den Schwestern das Fahren beizubringen und dann wird unsere Arbeit ein ganzes Stück einfacher werden.

Philosophy Center Jinja

In dieser Woche bin ich wie mittlerweile jedes Jahr in Jinja und gebe hier am Philosophy Centre einige Unterrichtsstunden zum Thema Altenpflege. Die Studenten sind mehrheitlich angehende Missionare die angeregt werden sollen über die Situation alter Menschen in Entwicklungsländern nachzudenken. Darüber hinaus wollen wir ihnen einige grundlegende Kenntnisse zu den Themen Prophylaxen, Aktivierung, Grundpflege und Umgang mit Demenzkranken vermitteln.

Home of the destitutes - Jinja

Und weiterhin gehen jeden Samstag einige Studenten der Weißen Väter / Missionaren von Afrika zum „Home of the destitutes“. Sie ermöglichen den ca 20 alten Menschen dort eine gemeinsame ordentliche Mahlzeit und nehmen sich Zeit um mit ihnen zu reden und zu beten. Desweiteren geben sie wenn nötig Hilfestellung und versuchen die Bewohner gemäß ihren Möglichkeiten zu aktivieren.

 

Dieses Angebot wird von uns finanziert. Die alten Leute und die Leiter des Hauses senden ihren Dank und ihre Grüße nach Deutschland.

Deutsch        Englisch

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Hilfe für alte Menschen in Uganda e.V.

Diese Homepage wurde mit 1&1 MyWebsite erstellt.