Hilfe für alte Menschen in Uganda e.V.
Hilfe für alte Menschen in Uganda e.V.

Oktober 2011 Was bisher geschah... :-)

Seitdem ich aus Deutschland zurück bin ist viel passiert:

 

Sr. Christine, eine junge Schwester wurde mir zur Seite gestellt und soll jetzt mit mir zusammen arbeiten und das Projekt (mit)leiten. Sie wird von unseren Verein „Hilfe für alte Menschen in Uganda“ bezahlt – jeden Monat 200,000 UGX (ca 50 Euro). Ich unterrichte sie fast jeden Vormittag und sie lernt schnell. Sie ist interessiert und engagiert und wir teilen uns mittlerweile die Arbeit. Wir gehen auch zusammen in die Dörfer und treffen anfallende Entscheidungen gemeinsam. Es ist gut jetzt jemanden zu haben mit dem ich mich besprechen kann. Wir können uns gegenseitig motivieren und tragen die Verantwortung gemeinsam.



Sr. Bibiana hatte ihren 3. Schlaganfall und ist nun schon seit knapp drei Monaten im Koma. Sie war erst ca zwei Wochen im Krankenhaus und ist jetzt zurück in ihrem Zimmer. Sie bedarf einer Intensivpflege, inklusive alle 2 Stunden Nahrung durch eine Nasensonde spritzen. (Wasser, Milch, Brei, Saft, Suppe)Die ersten Wochen haben Christin und ich abwechselnd bei ihr geschlafen. Ansonsten teilen wir uns die Tage und ich genieße es meine ehemaligen Schülerinnen bei der Arbeit zusehen. :-) Sie bekommt wie ich finde eine wirklich gute Pflege. Die Schwestern machen ihre Arbeit gut und mit viel Herz und wir haben alle erforderlichen Pflegehilfsmittel zur Verfügung. (Ein richtiges Pflegebett mit Bettgittern, Schutzlaken, Katheter, Nasensonde, Mundpflegestäbchen, Pflegekittel…) An dieser Stelle nochmal vielen Dank ans Bruder Jordan Haus und an die Uganda Hilfe Verl für die unterschiedlichen Materialspenden und auch allen die uns anderweitig unterstützen.

v  Neben der Pflege von Sr Bibiana haben Sr Assisi und Sr Anna auch angefangen die neuen Mädchen zu unterrichten. Wenn Sr Christin soweit ist kann sie die Beiden dabei unterstützen. Ich selbst natürlich auch– aber die Mädchen die wir jetzt haben können alle kein Englisch. Das macht es etwas schwierig.

 

v  Vor einigen Wochen wurde ich eingeladen am „Mary of the Apostals Philosophy Center“ in Jinja, ( eine Ausbildungsstätte für angehende Priester von verschiedenen Ordensgemeinschaften) einen Kurs über demographischen Wandel in subsaharan Afrika und Altenpflege zu geben. Es war gut und ich habe tatsächlich mein erstes eigenes Geld in Uganda verdient. J



v     Dort in Jinja gibt es auch das erste Altenheim von Uganda. Dort sind ungefähr 25 alte Menschen. Allerdings ist das Ehepaar das das Heim dort leitet (mittlerweile seit ca 30 Jahren) sichtlich überfordert. Die Umstände sind nicht die Besten. Es ist etwas dreckig und müffelig. Sie haben eine Maismühle als Einkommensquelle, allerdings verbraucht diese Mühle viel Strom und die Schulden sind mittlerweile ziemlich hoch und jeden Monat wird angedroht dass der Strom abgestellt werden soll.

Sie essen dreimal am Tag Maisbrei mit Bohnen. Manchmal bekommen sie altes Brot von einer Bäckerei. Eine pflegerische, bzw medizinische Versorgung ist kaum gegeben.

Sie haben auch drei junge behinderte Männer. Einer ist kürzlich verstorben. Die Eltern hatten ihn vor 2 Jahren dort abgegeben und sind nie wiedergekommen.

Das verantwortliche Ehepaar gibt sich Mühe, aber sie wirken etwas ermüdet und desillusioniert.

Um diese Leute etwas zu unterstützen werden jetzt jeden Samstag zwei der Priesteramtskandidaten dorthin gehen um mit ihnen zusammen zu beten, zu sprechen und zu singen. Außerdem leiten sie Sitzgymnastik und Denkspiele an, jenach Bedarf und Wunsch. Es ist auf jeden Fall ein großer Vorteil wenn diese Alten mal zusammenkommen und in irgendeiner Weise aktiviert und angesprochen werden.

Zusätzlich habe ich eine finanzielle monatliche Unterstützung von 50 € nachgedacht. Das Geld würde ich dann den verantwortlichen „weißen Vätern“ geben. Vielleicht könnten die Studenten dann samstags Milch mitbringen. Oder wir sponsern davon einen Sack Zucker oder Kartoffeln oder Reis im Monat.

Auf jeden Fall bleibe ich mit den Leuten dort in Kontakt. Die Leiter sagten mir dass es eine Handvoll Altenheime dieser Art gibt und dass sie sich ca alle 6 Monate treffen. Sie werden mich zum nächsten dieser Treffen mitnehmen.

 

v     Vor ca vier Wochen ist unsere Sr Jacinta verstorben.

 

v     Auch Mattaio einer unserer Patienten aus der ambulanten Pflege ist verstorben. May they rest in peace.



Nun endlich nach langem Warten und viel hin und her haben wir ein kleines Motorrad für unsere ambulante Pflege. (für 1,800,000 UGX = ca 450 Euro) Ganz neu und in blau. Jetzt hat das endlose Laufen unter der heißen Sonne endlich ein Ende. Außerdem können wir uns so mehr um die Leute kümmern – es spart eine Menge Zeit. Sr Chrsitine als jemand der weder Fahrrad noch Auto fahren kann macht sich wirklich gut. Sie fährt jetzt schon alleine Runden auf dem Sportplatz. 

 

Wir haben auch weitere Spenden von der „Uganda-Hilfe Verl“ bekommen. So z.B. einige Verbandsmaterialien, eine Waschmaschine, Rollstühle etc. Darüber hinaus denken sie darüber nach uns neben der Reinstallation der Solaranlage auch noch die Vernetzung zum städtischen Wassersystem zu finanzieren. Das wäre natürlich großartig.

 

Die Solaranlage funktioniert leider nicht richtig. Die ugandischen Batterien sind von schlechter Qualität und halten nur ca ne Stunde vor. Das reicht grad mal fürs Abendessen. Wir sagen den alten Schwestern immer sie sollen schnell essen, damit sie sich noch bei Licht bettfertig machen können. :-)

Das A-Team

Seit Anfang September ist Anja Ferder aus Kempten in Uganda. Sie wird erst 6 Monate in Kyamuhunga verbringen und dann nochmal 6 Monate nach Ibanda kommen. Sie ist Krankenschwester und kann uns bei unserer Arbeit hier unterstützen. Annett ist zur Zeit in Deutschland und kommt Ende November für weitere 6 Monate zurück.

Sr Redempta and "Marita"

v  Zur Zeit bin ich dabei einen Ordner mit Aktivierungsvorschlägen zusammenzustellen, bzw. erstmal mit einer Erläuterung warum Aktivierung für alte Menschen sinnvoll ist. Diese Zusammenstellung soll einfach, verständlich und niederschwellig sein, sodass es für die Leiter unkompliziert ist verschiedene Ideen auszuprobieren und zu leiten. Auf jeden Fall genießt die gesamte Community die 2 mal wöchentlich stattfindenden „Exercises“. Neben dem Effekt dass sie fitter werden, bzw. ihre Fähigkeiten erhalten, bereiten diese Stunden auch viel Freude und wirken sich positiv auf das Gemeinschaftsgefühl aus. Besonders gefällt wenn ich mich zum Deppen mache.  :-)  Na, von mir aus – das ist eine meiner leichtesten Übungen. 

Sr Alphonsi hat 2 neue Lieblingsbeschäftigungen (die sie natürlich ohne uns schnell vergessen würde): Konversation mit diversen Therapiepuppen und -tieren und Faxen vor dem Spiegel machen.

 

v  Am 21 Oktober konnte ich insgesamt 2756 € Spendengelder übergeben. Davon gehen einige Gelder für Medikamente, das Motorrad und den Lohn von Sr. Christine ab – der Rest geht zu 60% an die Community der alten Schwestern und zu 40% an alte Leute außerhalb des Konventes.

Vielen Dank allen Spendern!!!

 

Euch allen vielen Dank für Euer Interesse an unserer Arbeit und eure vielfältige Unterstützung.

May God bless you abundantly

Viele Grüße, Anne



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