Hilfe für alte Menschen in Uganda e.V.
Hilfe für alte Menschen in Uganda e.V.

März 2012

Seit Anfang des neuen Jahres hat sich bei uns einiges getan. Sr. Beatrice wurde nach Ibanda – Kagongo versetzt und ist somit nicht länger unsere Oberin. Sr. Josephine wird ihr am nächsten Wochenende folgen. Und eine unserer jungen Schwestern wurde ebenfalls versetzt. Dafür haben wir drei neue Schwestern bekommen. Zwei alte und ein eine Jüngere.

 

Unser neues Leitungsteam setzt sich folgendermaßen zusammen: Sr Mbaga (Kassiererin),  Sr. Goretti (Oberin) Sr. Anna (2. Assisstant) und Sr. Christin (1. Assisstant). (Auf dem Foto von links nach rechts)

 

Außerdem haben wir von Fr Carlie ein neues kleines Kätzchen bekommen. Aber wies aussieht haben wir wohl die Katze im sack gekauft. :-)





Kathrin, Claudia und Jenny bei der Arbeit

Anfang Februar kamen 14 Mitglieder der Uganda Hilfe Verl für drei Wochen zu Besuch. Anja und Annett (die beiden Freiwilligen der Uganda Hilfe) und ich hatten im Vorfeld viel vorzubereiten und zu organisieren und wir drei sind gemeinsam nach Entebbe gefahren um die Truppe abzuholen. Die Freiwilligen arbeiteten in verschiedenen Projekten in Ibanda und Kyamuhunga.

Unteranderem auch bei uns im Old Sisters Home. So wurden bei uns das Außengeländer gestrichen, alle Glühbirnen und Neonröhren ausgetauscht (jetzt mit den Energiesparlampen hält unser Solarsystem doch tatsächlich knapp 3 Stunden anstelle von 30 Minuten!) und Steckdosen angebracht. Auch wurde lange versucht unsere Waschmaschine anzuschließen, aber leider reicht der Strom nicht aus. Und im nächsten Container wird uns die UgandaHilfe neue Batterien für unsere Solaranlage mit senden.

Akupunktur

Einer der Besucher der Uganda Hilfe, Dr. Andreas Heinzelmann kennt sich sehr gut mit Akupunktur aus und hat mich wegen meiner ständigen Kopfschmerzen behandelt. Sr. Bea, die auch mal einen Akupunktur Kurs mitgemacht hat führt das jetzt weiter. Und, ich möchte nicht allzu optimistisch sein, aber ich habe nicht mehr ganz so oft starke Kopfschmerzen.

Ich verbrachte viel Zeit mit den Besuchern und habe es genossen mit ihnen zusammenzuarbeiten, mich auszutauschen und abends mit ihnen zusammenzusitzen. Außerdem wurde ich eingeladen mit ihnen ein paar Tage am Lake Bunyonyi zu verbringen. Es war eine wirklich schöne, aber auch anstrengende Zeit.

Anstrengend auch deshalb, weil zu dieser Zeit unsere gesamte Community an Grippe erkrankte und ich (selbst etwas angeschlagen) zwischen den einzelnen Zimmern und dem Krankenhaus, wo ich bei einer unserer Schwester schlief hin und herpendelte. Nach einer harten Woche, war zumindest Sr. Christin wieder fit genug mir zu helfen. Das ganze streckte sich über etwas mehr als drei Wochen hin und nicht einer hier entkam der Grippe. Obwohl doch – unsere beiden Sorgenkinder (Sr. Bibiana und Sr. Alphonsi) sind verschont geblieben. Das strikte Verbot diese Zimmer nicht zu betretent, bzw. nur mit einem Mundschutz hat doch tatsächlich geholfen.

Abends beim Essen, haben wir immer zur Freude aller gemeinsam mit unseren Hustensäften angestoßen. Ja – das war eine gute Zeit. :-)

 

Unsere ambulante Altenpflege boomt zurzeit. Immer mehr alte Menschen hören von uns und kommen aus ihren Dörfern um sich im Haus eines unserer Patienten zu sammeln. In Peteros Haus z.B. finden sich jedesmal mehr als 10 Leute zusammen die regelmäßig wiederkommen. Petero selbst blüht ziemlich auf - schließlich ist er jetzt dafür verantwortlich dass alles geordnet abläuft. :-)

Insgesamt haben wir jetzt knapp 30 Leute in verschiedenen Dörfern zu betreuen. Wir haben entschieden, dass wir nur Leute aufnehmen die über 70 Jahre alt sind. Unsere Ressourcen sind begrenzt und ich möchte nicht dass wir die recht fitten 60 jährigen betreuen die zu uns hin laufen und wir die alten meist immobilen Leute, die wirklich auf Betreuung angewiesen sind überhaupt nicht erreichen. Es ist nicht einfach die Leute abzuweisen, aber anders geht es nicht.

In den letzten Wochen haben wir auch endlich Moskitonetze angeschafft und an die alten Leute übergeben.





Nachwievor beraten wir unsere Patienten und deren Angehörigen, animieren sie zu Prophylaxen und Exercises, beten mit ihnen, geben „leichte“ Medikamente (Diclofenac Gel, Multivitamine, Paracetamol, Hustensaft) und überweisen sie bei Bedarf an einen Doctor, bzw zum Krankenhaus. In Notsituationen übernehmen wir die Krankenhauskosten und zahlen für verschriebene Medikamente. Schwierig ist es nach wie vor mit Blutdruckmedikamenten. Die sind echt teuer und müssen schließlich regelmäßig eingenommen werden. Für einen Patienten sind das monatliche Kosten von ca 10,000 – 50,000 UGX (ca 3-17 Euro) monatlich.

Haua mit 2 Enkelkindern

Eine dieser Patientin ist z.B. Haua. Haua lebt mit ihren 4 Enkelkindern alleine. Sie hat öfters einen Blutdruck um die 240/120. Sie ist wie wir ihr geraten haben sofort zum Arzt gegangen und mit den Medikamenten normalisierte sich der Blutdruck. Allerdings müssen wir für die Tabletten aufkommen denn sie selbst kann es sich nicht leisten.

 

Unsere Sr Alphonsi hat leider ganz schön abgebaut. Ihr geht es weiterhin gut, aber sie verbringt die meiste Zeit in ihrem Zimmer, wird immer schlapper und dünner. Wir versuchen ihr jetzt hochkalorische Zwischenmahlzeiten zukommen zu lassen. Das ist nicht immer ganz einfach, da sie oft nicht will, aber ich hab schon herausgefunden – Kekse gehen immer. :-)

Sr Bibianas Zustand (unsere Komapatientin) ist unverändert.

 

Regina, die Tochter eines verstorbenen Patienten hat jahrelang engagiert und verantwortungsvoll ihre kranke Mutter, dann den Vater und letztlich ihre ältere Schwester gepflegt und in den Tod begleitet. Jetzt ist sie allein in ihrem Haus (sie hat keine eigene Familie) und wir haben beschlossen sie als Pflegehilfe anzustellen. Sie soll von den Spendengeldern bezahlt werden und mit uns in der Community und in den Dörfern arbeiten.

Außerdem möchte Sr. Mbaga, eine unserer neuen Schwestern mit uns zusammenarbeiten. Sr. Anna und Sr. Assisi sind zwar weiterhin in der Pflege rund um Sr. Bibiana eingebunden, allerdings sind sie aufgrund ihres eigenen Alters nicht sehr belastbar und es wäre phantastisch weitere Leute in unserem Team zu haben. Vor allem in Hinblick auf meinen bevorstehenden Deutschlandaufenthalt.

So werden wir nach Ostern Sr. Mbaga und Regina unterrichten und anlernen. Damit haben wir wirklich gute Voraussetzungen unseren Plan, Ende des Jahres 50 alte Menschen in unserer Umgebung zu betreuen umzusetzen. Und wenn es uns dann noch gelingt ein zweites Motorrad anzuschaffen... :-)

 

Weitere Zielsetzungen des Jahres 2012 sind:

  • Sr. Christine soll Auto fahren können (Ich bin mittlerweile die einzige Fahrerin der Community und auch nicht immer verfügbar)
  • Beendigung des Ausbildung von Sr. Christine (es fehlen immer noch einige Unterrichtsstunden in Krankheitslehre)
  • Fertigstellung eines Handbuchs zum Thema „ Aktivierung von Senioren“
  • Fertigstellung eines Kurses zum Thema „ How to age gracefully“
  • Kurs „How to age gracefully“ und Basiswissen rund um Altenpflege für die Klarissenschwestern in Mbarara
  • Organisation der Pflege der alten Schwestern in Kyabirukwa, Motherhouse
  • Sr. Christin soll einige Computer Basiskenntnisse erwerben.

Dieses Jahr habe ich groß meinen 30 Geburtstag gefeiert. Es kamen einige Gäste, es gab ein tolles Abendessen, ne Flasche Amarula, Gesangs- und Tanzeinlagen und zu guter Letzt als eindeutigen Höhepunkt des Abends eine Polonaise rund um den Tisch. Sr. Josephine und die alten Schwestern hatten eine Menge Spaß. Annetts Kommentar : „Noch drei Gläser Amarula mehr und ich mach das freiwillig.“ :-)

 

Im Mai wird wieder ein Container aus Deutschland geschickt der etwas für uns mitnehmen könnte. Was wir wirklich ganz dringend brauchen sind Schutzhosen und Verbandsmaterialien (Wundauflagen, sterile Kompressen, Hydrokolloid oder Schaumstoffverbände…) Gut wären auch Blutdruckmedikamente, Nahrungsergänzungsmittel (Mineralien / Vitamine), Blutdruckgeräte, Antithrombosestrümpfe, Schleimhaut Desinfektionsmittel (z.B. Octenisept) und Wundheilcremes.

Falls einer von Euch/Ihnen etwas davon besorgen kann, dann teilt mir das bitte mit.

 



Soweit die Neuigkeiten aus Rwengiri.

                     

                             Lieben Gruß und God bless you all.



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