Hilfe für alte Menschen in Uganda e.V.
Hilfe für alte Menschen in Uganda e.V.

Juni 2012

Kurz nach Ostern haben Annett und Phillip mit der Ambulanz eine alte Frau am Straßenrand gefunden. Sie war heimatlos und hatte keine Angehörigen. Sie haben sie in ein Health Center nach Ruhoko gebracht und ich habe eingewilligt mit einigen Spendengeldern auszuhelfen. So haben wir Seife, Wasser, Zucker und ein paar andere wenige Lebensmittel eingekauft und sind zu ihr ins Health Center gefahren. Die alte Frau war schlecht zurecht und konnte kaum sprechen. Annett und Phillip haben gemeinsam die gesamte Kleidung der alten Frau gewaschen und ich habe die Frau gebadet. Wir konnten nicht viel für sie tun, aber zumindest haben wir ihr an diesem Abend unsere ungeteilte Aufmerksamkeit und Liebe zukommen lassen und selbst die Krankenschwestern haben sich (entgegen ihrer Gewohnheit) motivieren lassen mitzuhelfen ohne was dafür zurückzuerhalten. Natürlich ist es uns bewusst dass es nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Leider wird wieder mal sehr deutlich welch großen Bedarf es in Hinblick auf die Betreuung alter Menschen hier in Uganda gibt.

Ende April ist unerwartet eine unserer alten Schwestern verstorben. Sr. Maria war zwar schon länger schwach und schlecht auf den Beinen und hat vermehrt über Schmerzen geklagt, aber ihr Tod kam dann doch unerwartet. Anstatt einer Begrüßung sagte sie zu jedem: „Ruhanga nakukunda“ (Gott liebt dich). May she rest in peace.

 

Seit einigen Wochen unterrichte ich Regina (die Tochter eines verstorbenen Patienten aus der ambulanten Pflege, die jetzt bei uns mitarbeitet) und Sr Mbaga in (Alten)pflege und lasse nun auf meinem Weg nach Deutschland ein recht kompetentes und engagiertes Team zurück. Zusätzlich hilft uns die Tochter eines anderen Patienten (gelernte Krankenschwester) in den Dörfern.

So weiß ich dieses Jahr auch die ambulante Pflege in guten Händen.



Allerdings ist das Projekt etwas explodiert und wir haben mittlerweile mehr als 60 Leute. Einige von ihnen kommen von weit her und finden uns in den Häusern der anderen alten Leute. Wir haben jetzt in der Community entschieden, dass wir uns ausschließlich auf Hausbesuche und somit auf die alten Leute unserer Umgebung konzentrieren werden. Alles andere wäre weder sinnvoll noch nachhaltig oder verantwortbar.

Außerdem wollen wir uns mehr darauf konzentrieren das gleiche Projekt auch an anderen Orten zu verwirklichen.

 

Wir überlegen auch eine engere Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus einzugehen. Als einen ersten Schritt kam Anfang des Monats einer der Krankenhausärzte um nach unseren alten Schwestern zusehen.



Mitte Mai habe ich das Altenheim in Jinja besucht. Seit mittlerweile einem Jahr gehen einmal wöchentlich Priesteramtskandidaten (unter der Leitung von Father Martin) zu den alten Leuten. Sie bringen Brot, Milch und Zucker, sprechen mit den Bewohnern und der Heimleitung und hören zu wenn es Probleme gibt. Sie versuchen die alten Leute einzeln oder in der Gruppe zu aktivieren und helfen aus wo es nötig ist. Zu Ostern haben sie ein kleines gemeinsames Fest organisiert.

 

Außerdem hat Father Martin mit seiner Truppe Toiletten errichtet und die Wasserpumpe wieder ans Laufen gebracht. Trotzallem fehlt es an Vielem. Seit knapp zwei Monaten haben sie keinen Strom. Der wurde abgestellt da die Rechnungen nicht gezahlt wurden und sich bereits viele Schulden angehäuft haben. Die Stadt hat versprochen auszuhelfen wenn die laufenden monatlichen Kosten gedeckt werden könnten.



In diesem Sinne .... Ruhanga naakukunda!

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