Hilfe für alte Menschen in Uganda e.V.
Hilfe für alte Menschen in Uganda e.V.

 

Alle Welt macht sich bereit,

     für die schöne Weihnachtszeit....

In den letzten Jahren haben wir uns einen Mix aus kirchlichen, ugandischen und deutschen Traditionen angeeignet.

Unsere Kapelle besticht durch Einfachheit und der von der Kirche vorgegebener lila Farbgebung. Unser Adventskranz wird bewundert, das abendliche Öffnen des Adventskalenders freudig erwartet und wie jedes Jahr füllen wir eine leere Krippe mit Stroh (jeder der etwas „gut“ gemacht hat legt einen Strohhalm in die Krippe) und bereiten so gemeinsam die Krippe für die Ankunft Jesu vor. Wir singen traditionelle und moderne Adventslieder in Runyankore und letzte Woche hatten wir rund 20 Ordensschwestern und -brüder aus dem Gebiet Ibanda zu Gast zum adventlichen Recollectio.

Wir sind schon in richtiger Vorweihnachtsstimmung - und Ihr?

In den letzten Wochen wurde das Haus des alten armen Mannes fertiggestellt über den ich im letzten Bericht geschrieben habe. Er hat jetzt mit unserer finanziellen Unterstützung ein kleines Häuschen und eine Matratze, eine Decke, Bettwäsche, Teller und einige andere Utensilien die man so zum Leben braucht.

An dem Tag an dem wir ihm alles überreicht haben war er sprachlos und sagte nur dass er Gott dankt dass er ihm durch die Hilfe von Deutschland ein neues Leben gegeben hat.

 

Leider sind in den letzten Monaten zwei unserer Schwestern verstorben, Sr. Bernadette hier in unserer Community und Sr. Saccaria in Kyabirukwa.

May they rest in peace.



Verhaltensanweisungen zu Ebola

Der Ausbruch von Marburg Fieber in Süd-West Uganda und der erneute Ausbruch von Ebola in Zentral Uganda haben unsere Arbeit sehr eingeschränkt.

Auch in Ibanda Distrikt gab es Erkrankungen und leider auch einige Todesfälle. Marburg ist eine schwere meist tödliche virale Erkrankung, ähnlich dem Ebola Fieber. Es handelt sich in beiden Fällen um ein hämorrhagisches Fieber, welches mit inneren Blutungen einhergeht und für die es bislang keine Therapiemöglichkeiten gibt.

 

Es wurden nach einigen Tagen überall Fleyer mit verschiedenen Verhaltensanweisungen verteilt und aufgehängt. An erster Stelle stand die Anweisung anderen nicht mehr die Hand zu geben und andere möglichst nicht zu berühren. Da diese Anweisungen auch über das Radio bekanntgegeben wurden (das Medium in Uganda schlechthin) wusste bald jeder über „Mabbag“ bescheid. Man grüßte sich nur noch mit einem Kopfnicken und auch beim Friedensgruß in den Gottesdiensten wurden alle aufgefordert sich lediglich zuzunicken.

 

Wir von unserem Ambulanten Pflegeteam haben beschlossen weiterhin in die Dörfer zu fahren und nach unseren Leuten zu sehen. Allerdings haben wir es vermieden andere zu berühren (sprich keine traditionelle Begrüßung, keine Massagen, kein Blutdruck messen, keine Untersuchungen…) und haben uns auf Seelsorge, Beratung, Aktivierung und die Ausgabe von verschriebenen Medikamenten beschränkt.

 

Darüber hinaus haben Christoph (der Volunteer des Krankenhauses) und ich es vermieden mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. (Bei regulär 9 Personen in einem kleinen Toyota ist die Vermeidung von Körperkontakt doch eher etwas schwierig…)

 

Jetzt hat sich alles wieder beruhigt. Ich denke dass wir nächste Woche wieder ganz normal weiterarbeiten können.



Bei einer unserer letzten Fahrten ins hinterste Dorf beeindruckten wir ein ca 12 jähriges Mädchen ungemein.

Sie rief entzückt: „ Seht mal dort – eine Puppe auf einem Motorrad!“

Darauf ein anderes Mädchen: „Das ist keine Puppe- das ist eine Mzungu – eine Weiße - die sehen nur aus wie Puppen.“

Mir gefällt besonders Annetts Kommentar dazu: „Außerordentlicher Spendenaufruf: Sendet SCHWARZE Puppen nach Uganda!“



Im November ist der Container aus Deutschland in Mbarara angekommen.

Die „Uganda Hilfe Verl“ hat großzügigerweise wieder einiges für uns mit gesendet. Ganz besonders dankbar sind wir für die vielen Packungen Einlagen und Schutzhosen. Diese Hilfsmittel erleichtern unsere Arbeit wirklich ungemein!

Außerdem freu ich mich Euch zu berichten, dass das Bistum Münster uns Gelder für die Durchführung unseres Obstplantagenprojektes zugesagt hat! Wir haben direkt 100 Bäumchen gepflanzt, die erstaunlich schnell wachsen. Es handelt sich um eine Zucht aus heimischen und importierten Obstbäumen. Mehr zu diesem Thema demnächst unter der Rubrik „Obstplantage“.



Ansonsten ist hier die Bohnen und Kartoffel Erntezeit angebrochen.

Ich habe wirklich in diesem Jahr eine neue Leidenschaft entdeckt; auch wenn ich nicht oft Zeit habe versuche ich doch mindestens einen Tag in der Woche auf dem Feld mitzuarbeiten.

Wir haben in den letzten Wochen ca 10 Säcke Bohnen und 30 Säcke Kartoffeln geerntet.Unkraut muss natürlich immer gejätet werden, aber vorallem bei den Erdnüssen ist es (wenn auch nicht anstrengend) ein enormer Zeitaufwand. Eine Person kann in einer 1 Stunde etwa 2 bis 3 qm jäten. Unser Erdnussfeld ist ca 2000 qm groß. Wir jäten jetzt bereits zum zweiten Mal.

 

Ende des Monats bekommen wir Besuch von drei Deutschen aus Köln die sich für unsere Arbeit interessieren und sich gerne vor Ort umsehen und nützlich machen wollen. They are highly welcome!

 

An dieser Stelle auch vielen Dank an alle anderen die uns in irgendeiner Weise unterstützen! Es ist für uns alle wohltuend zu wissen dass uns viele Hände und Herzen unterstützen!

 

 

 

Wir wünschen allen eine gesegnete Adventszeit!



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